Lob, Kritik, Diskussion

Hier ist Platz für alles, was Du über die Frauenbib in der Öffentlichkeit sagen möchtest. Aber wir veröffentlichen nicht jeden Quatsch! Wirklich nicht.

Für Diskussionen, bitte beim betreffenden Kommentar auf „Kommentar“ klicken.

Advertisements

9 Antworten to “Lob, Kritik, Diskussion”

  1. Dominik 22. April 2013 um 14:45 #

    Können sich auch Männer hier Bücher ausleihen?

    • GG 31. Mai 2013 um 14:00 #

      Jap, aber da man nicht rein soll muss man das per Mail beantragen und die Übergabe erfolgt vor der Tür 😉

      • Michael 5. August 2013 um 10:04 #

        Mich würde die Begründung interessieren, weshalb es eine Bib an der Uni gibt, die Männer nicht betreten dürfen.
        Zuerst war ich empört, womöglich gibt es aber eine gute Begründung dafür.

        Lg

        Michael

      • frauenbibliothek 13. August 2013 um 11:15 #

        Hallo Michael,
        deine Frage ist natürlich berechtigt. Da die Bibliothek etwa so alt ist wie ich, kann ich dir nur Überliefertes berichten. Die Bib ist nicht wirklich Teil der Uni, sie gehört aber den Studentinnen und befindet sich aus diesem Grund auf dem Campus. Da die Bib aber nicht nur das Zuhause von Büchern ist, sondern auch als Frauenraum gesehen wird, ist der Zugang für Männer eingeschränkt. Ich erkläre mir den Frauenraum immer so wie ein Büro oder einen Fachschaftsraum. Da kann man bzw frau 😉 mal die Tür hinter sich zu machen. Wir haben ab und zu einen Tag der Offenen Tür, zu dem Männer sehr gerne gesehen sind. Wir haben auch männliche Leser, die unser Angebot nutzen. Wir haben da individuelle Abmachungen, wie sie die Medien bekommen. Wenn du noch Fragen hast oder auch Leser werden willst, kannste dich ja nochmal melden, unter info@frauenbibliothek-mainz.de

        LG Sabrina

    • frauenbibliothek 13. August 2013 um 11:17 #

      Wenn meine Antwort auch spät kommt. Auf jeden Fall! Ruf an oder schreibe eine Email, dann machen wir was aus. Wie du siehst, haben wir schon einige männliche Leser.

      • Michael 21. August 2013 um 11:17 #

        Es ging mir tatsächlich nicht um das Interesse an den Medien, sondern um die Frage wieso es eine Bib am Campus gibt die nur Frauen betreten dürfen. Danke für deine ausführliche Antwort Sabrina.

        LG Michael

  2. Machu Pichu 13. September 2013 um 09:53 #

    Ich finde das sexistisch gegen Männer. Ich verstehe auch den Sinn dahinter nicht. Ein Raum, in dem die Frauen mal die Tür hinter sich zu machen können mag ja okay sein, aber dann bitte selbst bezahlt oder durch einen Verein, nicht von meinen Semesterbeiträgen und Steuern. Ich verstehe auch nicht, welcher Diskriminierung man damit entgegen wirken will. Frauen werden in Bibs nicht benachteiligt. Gegen ansonsten herrschende Diskriminierung von Frauen hilft das auch nicht mehr als Symbolpolitik, da geschlechtsexklusive Bibliotheken sicher nicht Ungleichheiten in Lohnzahlungen oder sonstigen Diskriminierungen irgendwie entgegen wirken werden (es hängt kausal nicht zusammen).

    Auch die Rechtskriterien, nach denen man hier Mann und Frau voneinander scheiden will, erschließen sich mir nicht. Reicht einfach der Blick und man weiß Bescheid? Wenn ich zu euch hinkomme und sage, ich sehe zwar wie ein Mann aus, fühle mich aber als Frau, dürfte ich dann rein? Dürfte Chelsea Manning bei euch rein, Bradley Manning aber nicht? Oder dürften beide nicht rein, weil ein X-Chromosom zu wenig? Was ist mit Transen? Warum ist ein Mann eine Gefahr für eine Bibliothek, warum kehrt man das Unschuldsprinzip hier gegen alle Männer um und hält sie für schuldig, noch bevor was passiert ist?
    Und warum brauchen Frauen an öffentlichen Orten einen Rückzugsort vor Männern? Sollte auf dem Campus begründeter Verdacht auf Gefährdung der Frauen herrschen, wäre das eher ein Fall für die Polizei als für eine Kultureinrichtung?

    Ich finde Sabrinas Begründung nicht hinreichend. Diskriminierung zu Gleichstellungsförderungszwecken darf lt. Bundesverfassungsgericht nur angewandt werden, wenn daraus Ergebnisgleichheit hervorgeht. Das heißt, dass erstmal Ungleichheit in dem spezifischen Punkt vorliegen muss. Frauen werden in Deutschen Bibs nicht benachteiligt, d.h. die Ergebnisgleichheit ist schon da, noch gleicher kann Mann und Frau in Bibs nicht werden.

    Die Bib gehört im übrigen insoweit zur Uni, als sie vom AStA finanziert wird, welcher sich wiederum aus Teilen der Semesterbeiträge finanziert. Die Bib gehört somit nicht nur Studentinnen, sondern auch Studenten. Studenten haben aber einen eingeschränkten Zugang und dies aus Gründen, die ich rechtlich, ethisch und logisch nicht nachvollziehen kann. Es gibt keine Diskriminierung gegen Frauen in Bibs daher ist der eingeschränkte Zugang gleichstellungsrechtlich nicht legitim (da Ergebnisgleichheit bereits vorliegt) und sollte es akute Gewalt gegen Frauen auf dem Campus geben, so wäre es eine sehr ärmliche Schutzmaßnahme, zu Präventionszwecken einfach eine Bib einzurichten anstatt die Übeltäter dingfest zu machen.

    Für mich erfüllt die Bib nur den Zweck, Männer als per se gewalttätig im Bewusstsein der Leute zu halten. Mehr nicht.

    PS: diskurspolitisch ist es ausserdem unklug, da ein Buch, dass nur bestimmte Leute lesen können (bzw. nur mit unverhältnismäßigem Mehraufwand) recht schnell wieder aus dem Gespräch kommt. Ab da gilt dann die Regel publish or perish. Im Grunde verarmt das gerade den Diskurs künstlich, den man eigentlich anregen will.

  3. Anonymus 15. September 2013 um 19:40 #

    Nach welchen Rechtsgrundlagen werden denn die Männer ausgeschlossen davon, die Räume ohne Anmeldung betreten zu dürfen und was sind denn die Konsequenzen bei Zuwiderhandlung? Also gegen welche Paragraphen verstößt man denn, wenn man als Mann bei euch reinmarschieren wollte? (Wenn ihr das Hausrecht anwendet, dann müsste begründet werden, wieso das Hausrecht in diesem Fall nach Geschlecht selektieren darf. Sowas ist normalerweise nur in Bereichen zulässig, in denen es zur Bloßstellung von Intimzonen kommen kann wie bspw. Toiletten oder Umkleiden oder in sozialen Schutzeinrichtungen, d.h. Einrichtungen wie Männer- und Frauenhäusern oder bestimmten therapeutischen Anstalten. Eine Bibliothek fällt unter keines dieser Kriterien.)

  4. Renni 19. Oktober 2013 um 20:27 #

    Hallo.
    Ich mag die Bibliothek echt gerne. Wurde bisher immer sehr freundlich empfangen und auch das Angebot ist gut. Werde mich im neuen Semester mal wieder öfter blicken lassen und freue mich. 🙂

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: